Besuch im Theaterhaus Stuttgart

Am 18.02.2016 wurde fünf interessierten Flüchtlingen ein Erlebnis der besonderen Art beschert: ein Theaterbesuch im Theaterhaus Stuttgart. Das gezeigte Stück bot sich deshalb an, da es ohne Worte auskommt und alles nur darstellerisch ausgedrückt wird.

Die Gruppe „Familie Flöz“ aus Berlin spielt immer mal wieder im Theaterhaus in Stuttgart und behandelt in ihren Stücken humorvoll Menschliches bis allzu Menschliches, was im Prinzip universell ist und von allen verstanden wird. Dabei werden die Charaktere mit Masken dargestellt und allein die Körpersprache der Akteure drückt die Befindlichkeit aus. So kann trotz der starren Maske Freude, Ärger, Trauer u.ä. verdeutlicht werden.

 

Das Stück an diesem Abend hieß „Infinita“ und zeigte typische Verhaltensweisen von Kleinkindern, drei Jungs und ein Mädchen und dagegengesetzt Charaktere im Alter, drei Männer im Altersheim und ihre weibliche Pflegerin und deren soziale Rangeleien und Beziehungen. Trotzdem ist das Bestreben von beiden Altersgruppen gleich, ewig-menschlich sozusagen: man will etwas erreichen, etwas haben, man will bestimmen, ja beherrschen. Das Ganze humorvoll und komisch umgesetzt.

Obwohl für die Flüchtlinge manches vielleicht auch kulturell befremdlich war, sahen auch sie den Witz und die Komik und so war es ein interessanter Abend mit vielfältigen Einblicken in die Lebenswelt in Deutschland. Schon allein die Tatsache, dass das Theater an einem Donnerstagabend rappelvoll war, löste Erstaunen aus, genauso wie die ungewöhnliche Art des Stückes und der Darstellung.

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